Istanbul (Byzantion,Konstantinopel)

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Römisches Imperium | Byzantinisches Reich (Oströmisches Reich)
 
Lage
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Lageplan


[114] Konstantinopel im Jahre 622

  
Geschichte

Das Gebiet von Istanbul war bereits seit dem 2. Jahrtausend besiedelt, wie archäologische Funde im Bereich der Akropolis belegen. Die Stadt Byzantion wurde erst um 660/658 v. Chr. als griechische Handelsniedererlassung und militärischer Stützpunkt an dem wichtigen Wasserweg gegründet. Dank ihrer günstigen Lage entwickelte sie sich bald zu einer wohlhabenden Handelsstadt, die ab dem 5.Jhr. v.Chr. sogar eigene Münzen prägte. Über das Aussehen der Stadt im ersten Jahrtausend ihres Bestehens geben nur einige archäologische Zeugnisse Auskunft. Sicher ist, dass sie von einer Befestigungsmauer umschlossen war und einen Hafen sowie mehrere Heiligtümer mit griechischen Tempeln besaß. Ab 146 v.Chr. wurde die Stadt römisch und erhielt ein neues Gesicht. Aus dieser Epoche sind nur wenige bauliche Reste erhalten, doch man weíss, dass es in der Stadt mehrere Tempel auf der Akropolis, ein Theater an deren Osthang, eine Agora mit Säulenhallen, die Zeuxippos-Termen sowie ein Hippodrom gab. Die Ausrichtung der nachgewiesenen Bauten lässt auf ein rechtwinkliges Straßensystem mit einem zentralen Markt auf dem heutigen Platz zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee schließen. Kaiser Konstantin I. machte sie im Jahre 330 zur Hauptstadt des römischen Imperium und nannte sie "Nova Roma". Nach seinem Tod benannte man sie zu seinen Ehren Konstantinopel. Nach der Teilung des Reiches im Jahre 395 in ein östliches und ein westliches Gebiet während der Regentschaft von Kaiser Arcadius, wurde Konstantinopel zur Hauptstadt des Oströmischen Reiches (später auch Byzantinisches Reich) und war es bis zur Eroberung durch die Türken (Osmanen) im Jahr 1453. Um eine ausführliche Beschreibung der Geschichte des Oströmischen Reiches zu lesen, bitte dem obigen Link folgen.

  
Wasserreservoire (Yerebatan Sarayi, das ''versunkene Schloß'')
Yerebatan Sarayi, das sogenannte ''versunkene Schloß'' gegenüber der Hagia Sopia (Aya Sofya), ist ein unter Justinian im Jahre 532 angelegtes Reservoire mit nahezu 80.000 m3 Fassungsvermögen. 336 Säulen mit korinthischen Kapitellen tragen in zwölf Reihen seit mehr als 1400 Jahren das Gewölbe. Das Wasser, das in bester Qualität aus dem Hochland im Westen von Marmara kam, diente einst zur Versorgung des königlichen Haushaltes.
 
Valens-Aquädukt (Bozdogan Kemeri)
Dieses Aquädukt erstreckte sich über die Istanbuler Stadtteile Sarachane und Zeyrek. Der Bau wurde in der Herrschaftsperiode Konstantins des Großen (306-337) begonnen und im Jahre 378 unter Kaiser Valens fertiggestellt. Dieses Aquädukt beförderte das von Alibeyköy kommende Trinkwasser an alle Orte der Stadt. Das Bauwerk besteht aus zweigeschossigen Bögen (18,5 m Höhe), die ursprünglich mehr als einen Kilometer lang waren. Heute steht noch ein Teil in einer Länge von etwa 800 m aufrecht.

 
Byzantinische Kirchen
Hagia Sophia
Die Hagia Sophia in der heutigen Form wurde zwischen 532 und 537 im Auftrag des Kaiser Justinian errichtet.
 
Weitere Informationen und Bilder zur Hagia Sofia
 
Irenenkirche
Die älteste der Istanbuler Kirchen ist wie die Hagia Sophia eine Kuppelbasilika. Sie wurde im Auftrag des Kaiser Konstantin des Großen erbaut und dem "Göttlichen Frieden" geweiht. Auch sie brannte während des Nika-Aufstandes ab und wurde unter Kaiser Justinian wieder aufgebaut und dabei gleichzeitig vergrößert.
 
Archäologisches Museum Istanbul

Das Museum besitzt viele herausragende Stücke, wie z.B. den links abgebildeten Alexander-Sarkophag. Dieser erhielt seinen Namen wegen der vielen Alexanderfiguren an den Längsseiten. Weitere bedeutende Sarkophage sind der der "Klagenden Frauen" sowie der Lykische Sarkophag. Alle genannten Sarkophage stammen aus der Königsnekropole von Sidon.
Außerdem besitzt das Museum eine Reihe von sehenswerten Statuen und Porträtköpfen aus hellenistischer und römischer Zeit wie das dargestellte berühmte Alexander-Porträt. Weitere römische Porträts zeigen die Kaiser Augustus, Tiberius, Hadrian, Marcus Aurelius, Diokletian sowie von Konstantin.
 
 

Hippodrom (Sultanahmet Platz)

Der Hippodrom wurde unter Kaiser Septimius Severus erbaut und im Auftrag von Kaiser Konstantin erweitert. Er war auf drei Seiten von Sitzreihen für die Zuschauer flankiert und die Kaiserloge befand sich auf der Seite, auf der heute der sogenannte "Deutsche Brunnen" steht.

Im Vordergrund des Bildes sieht man die Schlangensäule sowie den sogenannten Dikilitaş dahinter.
Dieser Obelisk, welcher ursprünglich den unter Thutmosis III. errichteten Tempel von Karnak geschmückt hatte, wurde 390 auf Betreiben von Theodosius I. auf der Spina des Hippodrom aufgestellt. Der 20 m hohe Porphyrmonolith ruht auf vier Bronzewürfeln, die ihrerseits auf einen 6 m hohen Marmorsockel gestellt sind. Die prachtvoll gravieren Hieroglyphen singen das Lob des Gottes Horn sowei des Pharao Thutmosis III. An seiner Spitze sind der Gott Amon und der Pharao dargestellt.
 

Säulen

"Verbrannte Säule" (Cemberlitas)
Diese Säule ließ Kaiser Konstantin der Grosse vom Apollo-Tempel in Rom holen, um seinem auf Wahrung antiker Traditionen bedachten Senat zu gefallen und auf dem alten Forum wieder aufrichten. Später wurde zu der Säule eine Kapelle hinzugefügt. Sie ist 34,80 m hoch.
Schlangensäule (Burmali Sütun)

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Die Schlangensäule befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Hippodrom. Konstantin der Großen ließ sie aus dem Tempel des Apollo in Delphi hierher bringen. Einst war sie von 31 griechischen Städten dem Apollotempel gestiftet worden für ihren Sieg über das Perserheer des Xerxes in der Landschlacht von Plataiai. Sie war 8 m hoch und in etwa 6,5 m traten die drei Schlangenköpfe hervor. Davon ist heute nur noch einer erhalten, der sich im archäologischen Museum in Istanbul befindet. Diese Säule ist heute eines der ältesten Baudenkmäler der Stadt Istanbul.
Koloss Konstantin VII. (Örme Sütun)
Der sogenannte Koloss an der Rückseite des Sultanahmet Platzes und wurde im 10.Jhr. unter Konstantin VII. gebaut. Er ist ein aus grob behauenen Steinblöcken zusammengesetzter Obelisk und war mit vergoldeter Bronze verkleidet, die zwischen 1204 und 1261 zum Geldstanzen verwendet wurde. Er erreicht eine Höhe von 32 m.
Des weiteren findet man in der Stadt noch die Arcadius-Säule im Stadtteil Cerrahpasa, die 269 n.Chr. in der Nähe des dritten Tores des Gülhane-Park aufgestellte Gotensäule (ein Monolith von 15 m Höhe) sowie die Säule des Marcianus im Stadtteil Faith.
 

Stadtmauern

Die ältesten erhaltenen Teile stammen aus der Zeit des Kaiser Konstantin und waren später während der Regierungszeit des Kaiser Theodosius II. vergrößert worden. Sie bestehen aus einer Seemauer und einer doppelten Befestigung auf der Landseite, um die ein Wassergraben gezogen war. Die Befestigungen hatten insgesamt eine Länge von 16 km und waren mit nicht weniger als 400 Türmen versehen.
 

Kaiserpaläste

Der Große Palast
Im ehemaligen Großen Palast, der im 4. Jrh. unter Kaiser Theodosius II. erbaut wurde, findet man noch einige Fußbodenmosaiken. Diese können aber nur bedingt einen Eindruck von der Pracht des einstigen Palast vermitteln.

 

Weitere Informationen und Bilder zum Großen Palast

 

Tekfur-Palast
Dies war in der Spätphase des Byzantinischen Reiches (11. bis 14. Jrh.) die Kaiserresidenz. Hier residierten nach der Eroberung durch die Kreuzritter auch die sogenannten lateinischen Kaiser.